Impressionen vom Zeltlager 2002


Zwei Tage Dauerregen, eine Schlammschlacht und eine Horde Indianer

So sah der Zeltplatz bei schönem Wetter aus Am Freitag, den 2. August 2002, um 14:00 Uhr ging's los: StellanerInnen klein und groß kamen, langsam aber sicher, angeschlichen und plazierten ihre Tipis auf dem schönen Lagerplatz im Aufseßtal bei Draisendorf. Diese Woche sollte eine spannende Zeit werden. Nicht nur für uns, sondern auch für die vielen "Neulinge", die wir zu begrüßen hatten. Insgesamt waren es 47 TeilnehmerInnen, die sowohl aus unserer Ortsgemeinschaft "Stella Matutina", also vom E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium, der Stützpunktschule der Stella, kamen, als auch neu zu uns stießen.

Der Stella-Indianertanz Ein Tanz sollte alle ein wenig mit dem für dieses Jahr gewählten Thema "Indianer" vertraut machen. Durch das Basteln von Kopfschmuck, wobei man auch seinen indianischen Namen, wie z.B. "Häuptling Glitzerauge" oder "Flinker Fuß" festlegte, wurden alle TeilnehmerInnen zu (fast) waschechten Indianern. Danach wurde gemeinsam das Lagerkreuz aufgestellt, dessen Banner wir auch dieses Jahr auf's neue zu verteidigen suchten, was uns in der ersten Nacht auch gelang.

Badetag Mit lautem Klirren der großen Topfdeckel wurden wir dann am Samstag geweckt. Die alltäglich wiederkehrende Aufgabe, Holz zu sammeln, wurde zwar nur von wenigen unsres Stammes begrüßt, musste aber dennoch gemacht werden. Als nächstes verschönerten wir den Zeltplatz mit nützlichen Dingen, wie einem Steg in die Aufseß, einer Dusche, einem Totempfahl, mit Mülleimern und Geschirrständer. Nach dem wie immer köstlichen Abendessen marschierten wir dann los in Richtung der Breitenlesauer Kirche, wo wir zum Tagesabschluss einen Gottesdienst besuchten.

Sitzkreis am Elternnachmittag Mit dem Planspiel am nächsten Morgen konnten wir uns selbst in die Lage eines Indianers hineinversetzen und das Leben in einem ganzen Stamm erkunden. Wir waren Jäger und Gejagte und versuchten, uns das Nötigste zum Überleben zu erschaffen. Aufgeräumt wurde das Lager danach, weil am Nachmittag unsre Eltern kamen, die sich das Lagerleben näher anschauen wollten. Durch Spiele und die berühmt-berüchtigten Zeltlagernews kam bei uns allen eine super Stimmung auf und wir genossen den Abend am Lagerfeuer mit herzhaft zubereiteten Salaten der Eltern und Gegrilltem aus der Stella-Küche.

Am Montag machten wir uns auf den "Weg ins Ungewisse". Das Geländespiel führte uns in verschiedenste Gegenden und Ortschaften in der Umgebung. Frage über Frage arbeiteten sich die meisten Gruppen mühsam bis ins Ziel. Auch wenn zwei von den sieben losgeschickten Gruppen nicht den markierten Weg, aber zumindest wieder heil zurück ins Lager fanden, hatten alle ihren Spaß. Und in der Auswertung hatte dann sogar eine Gruppe der "Kurzen" mehr Punkte, als die bisher fast immer an erster Stelle platzierten "Oldies". Und wieder ging ein langer, anstrengender, aber auch sehr schöner Tag zu Ende.

Zeigt her eure Schuhe! In altersgetrennten Themengruppen behandelten wir, am Vormittag des Dienstags, mittels einer Geschichte, das Thema Indianer und das Leben zu dieser Zeit genauer. Die Gespräche gerieten zwar bei manchen ein bisschen vom Thema ab, was aber der Stimmung im Lager nicht schadete. Am Nachmittag regnete es und das geplante Programm musste leider verschoben werden. Den einen war der Regen egal und planschten sogar in der Aufseß herum, die anderen spielten im Zelt Karten und manche genossen einfach den "freien" Nachmittag. So ging dann ein weiterer Tag unseres Super-Zeltlagers vorüber.

Bravo, Bravo-Girl und sonstiger Lesestoff war heiß begehrt Am Mittwoch spielten wir das traditionelle Bändchenspiel, wobei es dieses Jahr in ein "Wäscheklammerspiel" umgewandelt wurde. Die erfolgreichen FinderInnen des Schatzes wurden nach langem Suchen dann aber doch mit jeder Menge Süßigkeiten belohnt. Am Nachmittag bereiteten die Größeren den Geisterpfad vor und die Kleineren holten das Programm vom Vortag nach. Es standen mehrere Workshops zur Wahl. Ob Korbflechten, Pfeil und Bogen schnitzen oder Perlenbänder herstellen - für jeden war etwas dabei und man konnte sich ein schönes Andenken basteln. Der Geisterpfad in der Nacht verfehlte auch seinen Zweck nicht. Mit einer gründlichen Portion Angst in den Knochen waren dann alle "Kurzen" wieder froh, wieder am Lagerplatz die Stellung zu halten.

Benny bei seiner Lieblingsbeschäftigung Den ganzen Donnerstag war mal wieder Regen angesagt und so entschloss sich die Leitung, alle ausschlafen und jeden sein Programm selbst gestalten zu lassen. Manche schliefen nach einer langen Nacht sogar bis in die Nachmittagsstunden, während andere den erholsamen Tag bei verschiedensten Spielen im Gemeinschaftszelt genossen. Alles lebte vor sich hin und auch ohne Programm wurde es niemandem so richtig langweilig.

Am letzten Tag unseres wunderschönen Zeltlagers war dann der Abbau angesagt. Sowohl die Zelte der TeilnehmerInnen, als auch Gemeinschaftszelt, Küchenzelt - alles musste eingelegt und verpackt werden. JedeR musste noch einmal richtig anpacken auch wenn das manchen müden Gesichtern nicht leicht fiel. Es war noch nicht einmal alles abgebaut - da kamen schon die ersten Eltern, um ihre Kids abzuholen. Wie jedes Jahr wurden dann auch wieder viele, viele Abschiedstränen vergossen und viele hätten sich gewünscht, das Zeltlager noch ein bisschen zu verlängern ...

Rund um war es wieder ein sehr gelungenes, schönes Zeltlager. Hier sollte man auch - last but not least - die Leitung (Ria, Gisi, Matze G. und Lukas) und ihre Helferlein (Michi, Matze D., Andi und Benny) betonen, die sich auch schon Wochen und Monate vor dem Lager in Vorbereitungstreffen trafen, um allen Teilnehmenden eine wunderschöne Woche zu schenken. Und da wir unsere Supi-Küche (Katha, Leo und Isa) wieder im Gepäck hatten, die uns mit Milchreis, Schinken-Käse-Nudeln, Gulasch, usw. bekochte, durften wir Tag für Tag auch wieder so richtig schlemmen.

Dabei waren ...

Alle TeilnehmerInnen am Stella-Zeltlager 2002

Für das leibliche Wohl sorgten ...

Für das leibliche Wohl sorgten ...

Und hier noch die Lagernews-Redakteure ...

Unsere Nachrichten-Sprecher ...   ... und ihr Publikum

... und die TeilnehmerInnen der Mega-Schlamm-Schlacht

Beschäftigung bei schlechtem Wetter Teil 1   Beschäftigung bei schlechtem Wetter Teil 2   Die kombinierte Damen/Herren-Schlamm-Catchgruppe
20012003