Lebenswoche 2002


Lebenswoche im Missionshaus Bug, 03. bis 07. März 2002

Die diesjährige Lebenswoche der Stella Matutina wurde unter das Thema "...da berühren sich Himmel und Erde - oder dem Himmel ein Stück näher" gestellt. Am Sonntag, 3. März trafen 9 junge Menschen zwischen 17 und 22 Jahren, die sich ehrenamtlich für die Ortsgemeinschaft Stella Matutina (angesiedelt am E.T.A. Hoffmann Gymnasium) engagieren, in Bug ein, um bis Donnerstag zusammen zu leben, zu arbeiten, zu wohnen und Innenschau zu halten. Gemeinsam mit der Jugendbildungsreferentin der J-GCL Andrea Körber soll dem Himmel ein Stück näher gerückt werden. Der Sonntag war ganz dem Ankommen und dem "häuslich Niederlassen" gewidmet, denn das Missionshaus sollte für die nächsten Tage das gemeinsame Zuhause sein.

Bild von unserer Menschenpyramide Es wurde ein großer Stundenplan erstellt, damit alle voneinander wissen, wer wann wieder zu Hause ist. Dann musste natürlich ein Aufgaben- und Kochplan erstellt werden, denn zum zusammen Wohnen gehört auch, dass die "häuslichen Pflichten" aufgeteilt werden. Nachdem die äußeren Rahmenbedingungen zum "Ankommen" geschaffen waren, ging es um die innere Ankunft. Als erstes wurde der Lebenswochen-Wegbegleiter ausgegeben: Ein Tagebuch, um Gedanken, Bilder und Impulse, die den Teilnehmer /-innen auf ihrer "Himmelsreise" begegnen und vielleicht darüber hinaus, festzuhalten. Mit kleinen Handspiegeln ging es auf die Entdeckung der Innen- und Außenansichten, also um die Fragen: mit welchen Erwartungen, Befürchtungen, Wünschen, Gefühlen bin ich jetzt da? Wie schaut mein momentanes Innenleben aus? Habe ich mir gegenüber einen wohlwollenden oder kritischen Blick?

Am Montag war das "Werden - Entstehen - Vergehen" in meinem Alltag das Tagesthema, der Dienstag war den Sehnsüchten, Visionen und Lebensprojekten- also dem Blick in den Himmel- gewidmet und am Mittwoch stand der Tag unter dem Motto "Berührung Himmel und Erde", also der Frage, wie der "persönliche Himmel" geerdet werden kann und welche Entscheidungen dazu getroffen werden müssen. Der Donnerstag war der Tag des Reflektierens, Innehaltens und des Abschiednehmens.

Jeder Tag begann um 7.00 Uhr mit einem gemeinsamen Morgenimpuls, bei dem das Tagesthema vorgestellt und eingeleitet wurde. Es wurden Texte, anregende Fragen und Symbole mit auf den Weg gegeben, um mitten am Tag einmal inne zu halten und nachzudenken. Wieder "zu Hause in Bug" wurden die schulischen Pflichten erledigt, um dann das Zusammenwohnen zu leben: Zeit für Gespräche, Spiel und innerer Klausur zu haben.

Nach dem Abendessen, das immer zwei Leute lecker auf den Tisch zauberten, ging es zur Vertiefung des Tagesthemas. Es wurde Rückblick gehalten und von den Gedanken, Erlebnissen und Gefühlen mit den Impulsen und dem Thema berichtet. Dann kehrte langsam Ruhe ein, manche Gespräche wurden nach dem offiziellen Teil noch vertieft oder ein Gedanke dem Tagebuch anvertraut und ein Tag im doch nicht ganz alltäglichen Alltag ging zu Ende.

Für alle war die Lebenswoche wieder ein beeindruckendes und intensives Erlebnis. Mit dem Wunsch und der Hoffnung, dem Himmel ein Stück näher gekommen zu sein und sich diesen auch mitnehmen und erhalten zu können, wird am Freitag wieder der normale Alltag beginnen - oder vielleicht doch nicht?!